Zurück zum Blog

Fingerprint-Browser-Parameter je nach Szenario anpassen: Werbung, Datenschutz und Plattformtipps

Fingerprint-Browser liefern beim Erstellen eines neuen Profils meist Standardparameter, die für die meisten Szenarien ausreichen. Bei spezielleren Anforderungen lassen sich RAM, Auflösung, WebGPU, WebRTC, Do Not Track und weitere Werte für Werbekampagnen oder stärkeren Datenschutz feinjustieren. Dieser Leitfaden nutzt PurpleMark als Beispiel.

Beim Erstellen eines neuen Profils in einem Fingerprint-Browser wird normalerweise eine Reihe von Standard-Fingerprint-Parametern vorgeschlagen. Dabei handelt es sich um allgemeine Werte, die der Anbieter für gängige internationale Plattformen getestet hat. Für die meisten Anwendungsfälle reichen die Standardwerte vollkommen aus.

Wenn die Anforderungen komplexer werden oder Sie gezielt Werbung schalten bzw. höheren Datenschutz benötigen, kann es sinnvoll sein, einzelne Parameter anzupassen, damit die Umgebung besser zur Aufgabe passt. Am Beispiel von PurpleMark finden Sie hier einige Orientierungspunkte. Die tatsächliche Wirkung hängt auch vom lokalen Netzwerk und anderen Faktoren ab; prüfen Sie Änderungen daher in der Praxis, statt Einstellungen blind zu übernehmen.

Werbeorientierte Szenarien: diese Parameter können angepasst werden

Wichtige Browser-Fingerprint-Parameter im Vergleich für Werbung, Datenschutz und verschiedene Plattformen

Bei Werbekampagnen werden oft viele Profile und zahlreiche Creatives eingesetzt. Beginnen Sie mit diesen Punkten:

  • RAM (Arbeitsspeicher) bedarfsgerecht festlegen: Beim Erstellen eines Profils kann der Gerätespeicher angepasst werden. Für normale Büroarbeit und Browsing reichen meist 4–8GB. Bei video- oder grafikintensiven Werbemitteln kann ein höherer Wert sinnvoll sein, damit die Umgebung genügend Ressourcen hat.
  • Auflösung randomisieren: Standardmäßig wird häufig eine stabile, auf der UA basierende vordefinierte Auflösung verwendet. Wenn Sie viele Profile für Werbung anlegen und vielfältigere Geräteeigenschaften wünschen, können Sie einen Zufallsmodus wählen, sodass jedes Profil eine andere Auflösung erhält und die gesamte Gruppe nicht zu einheitlich wirkt.
  • WebGPU auf „Real“ stellen: Der Standardmodus „auf WebGL basierend“ ist stabil und kompatibel. Bei überwiegend videobasierten Werbemitteln kann „Real“ die Grafikleistung besser nutzen und Video-Decodierung sowie Rendering flüssiger machen.

Datenschutzorientierte Szenarien: diese Parameter können angepasst werden

Bei höheren Datenschutzanforderungen sind folgende Ergänzungen üblich:

  • Do Not Track aktivieren: Websites erhalten eine „Nicht verfolgen“-Anfrage als zusätzliche Maßnahme zur Reduzierung der Erfassung von Verhaltensdaten. Plattformen setzen diese Anfrage unterschiedlich um; sie ist daher keine absolute Datenschutzgarantie.
  • WebRTC auf „Replace/Forward“ stellen: Ein standardmäßig deaktiviertes WebRTC hilft, die Offenlegung der echten ausgehenden IP zu minimieren, kann aber Websites einschränken, die Echtzeitkommunikation oder Video benötigen. Bei Bedarf können Sie „Replace“ (WebRTC-IP der Proxy-Seite) oder „Forward“ verwenden.
  • Auflösung randomisieren: Unterschiedliche Auflösungen pro Profil reduzieren auch hier die Gleichförmigkeit einer ganzen Profilgruppe.

Referenz für plattformspezifische Feinabstimmung

Plattformen können auf unterschiedliche Fingerprint-Merkmale sensibel reagieren. Die folgenden Punkte sind Beispiele und keine Pflichtvorgaben:

  • Amazon: RAM und WebGPU können für ein flüssiges Laden von Seiten und Werbemitteln wichtiger sein;
  • X / Twitter: Auflösung und WebRTC verdienen möglicherweise besondere Aufmerksamkeit;
  • eBay, Discord: Diese Plattformen können stärker auf WebRTC-Echtzeitfunktionen angewiesen sein; „Forward“ kann daher in Betracht gezogen werden.

Drei wichtige Hinweise

  1. Standardparameter reichen meistens aus: Passen Sie nur dann etwas an, wenn ein klarer geschäftlicher Bedarf besteht. Ändern Sie Werte nicht nur um der Änderung willen.
  2. Wichtige Parameter mit der IP konsistent halten: Geolokalisierung, Zeitzone und Sprache sollten möglichst zur Region der verwendeten IP passen. Zeigt die IP beispielsweise auf einen US-Bundesstaat, während Zeitzone und Sprache auf eine andere Region verweisen, entstehen interne Widersprüche, die eher Probleme verursachen können.
  3. Häufige Änderungen sind nicht nötig: Fingerprint-Parameter müssen nicht täglich geändert werden. Eine regelmäßige Optimierung nach Bedarf genügt.

Zusammenfassung

Fingerprint-Browser bieten viele Parameter, doch das Grundprinzip lautet: Standardwerte nutzen, wenn sie ausreichen, und nur bei Bedarf feinjustieren. Für Werbung kommen RAM, Auflösungs-Randomisierung und WebGPU infrage; für Datenschutz Do Not Track, WebRTC und ebenfalls die Auflösung. Anschließend können Sie je nach Plattform gezielt bei Auflösung, WebRTC oder RAM nachjustieren. Entscheidend ist, dass Browserumgebung, Anwendungsszenario und Netzwerkausgang zueinander passen, statt möglichst viele Werte zu verändern.

Wenn unterschiedliche Geschäftsprofile passendere Fingerprint-Einstellungen benötigen, können Sie beim Anlegen eines neuen Profils in PurpleMark unter „Random Fingerprint / Fingerprint Device Parameters“ die oben beschriebenen Werte anpassen.