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WebRTC im Fingerprint-Browser konfigurieren: Welche der 5 Modi ist die richtige Wahl?

Trotz eingerichtetem Proxy zeigt ein IP-Test noch die echte IP? Häufig steckt ein WebRTC-Leak dahinter. Dieser Leitfaden erklärt die fünf Modi Ersetzen, Weiterleiten, Real, Deaktiviert und Proxy-UDP, ihre Vor- und Nachteile, passende Einsatzfälle und die Prüfung der Konfiguration.

Hast du schon einmal einen Proxy im Browser eingerichtet und auf einer IP-Prüfseite trotzdem deine echte Adresse gesehen? Die Ursache kann ein WebRTC-Leak sein.

WebRTC (Web Real-Time Communication) ermöglicht Audio- und Videoanrufe direkt im Browser ohne Plugin. Beim Verbindungsaufbau kann es jedoch den Proxy umgehen und die echte IP des Geräts offenlegen. Videokonferenzen, Sprachchats, Online-Support und sogar unauffällige Seitenskripte können WebRTC aufrufen. Dieser Artikel erklärt die WebRTC-Modi in Fingerprint-Browsern wie PurpleMark, ihre Abwägungen sowie Auswahl und Prüfung.

1. Die 5 WebRTC-Konfigurationsmodi

Vergleich von Datenschutz und Funktionalität der fünf WebRTC-Modi Ersetzen, Weiterleiten, Real, Deaktiviert und Proxy UDP

Multi-Account-Fingerprint-Browser bieten in den Fingerprint-Einstellungen einer Umgebung meist mehrere Arten zur Behandlung von WebRTC. Üblich sind diese fünf Modi:

1. Ersetzen (Replace) — Standardwahl für die meisten Szenarien Wenn eine Webseite eine WebRTC-Anfrage startet, liefert der Browser die für diese Umgebung konfigurierte Proxy-IP zurück und verbirgt die echte lokale IP. Dadurch bleiben „Proxy-IP“ und „von WebRTC gesehene IP“ konsistent. Das eignet sich für den normalen Betrieb von Konten auf Amazon, TikTok, Shopify, Facebook und ähnlichen Plattformen und ist meist der beste erste Versuch.

2. Weiterleiten (Forward) — die fortgeschrittene Variante von Ersetzen WebRTC-Anfragen werden über öffentliche STUN-Server weitergeleitet, sodass der Pfad wie von einem normalen Netzwerkknoten wirkt und nicht wie eine einfache Manipulation. Dieser Modus kann schwerer zu erkennen sein als Ersetzen und eignet sich für Plattformen mit strengerer Prüfung der Verbindungsquelle, etwa bestimmte Handels- oder Zahlungsseiten.

3. Real — keine Eingriffe Der Browser verwendet direkt die tatsächliche physische IP des Geräts. Dieser Modus ist normalerweise nur sinnvoll, wenn ausdrücklich eine reale Netzwerkumgebung benötigt wird, etwa für Netzwerktests oder lokale Entwicklung und Fehlersuche. Für skalierte Abläufe mit isolierten Umgebungen sollte er im Allgemeinen nicht aktiviert werden.

4. Deaktiviert (Disabled) — WebRTC an der Quelle abschalten Die WebRTC-Funktion des Browsers wird vollständig deaktiviert. Webseiten können keine WebRTC-Anfragen mehr starten, wodurch diese Art von Leak an der Quelle verhindert wird. Dafür funktionieren Websites, die Kamera oder Sprache benötigen, beispielsweise Web-Telefonie oder Online-Support, möglicherweise nicht. Geeignet ist der Modus für hohe Datenschutzanforderungen ohne Bedarf an Audio-/Videokommunikation im Browser.

5. Proxy UDP (UDP deaktivieren) — Kontrolle auf Protokollebene WebRTC nutzt für die Übertragung überwiegend UDP. Diese Option beschränkt die Kommunikation auf TCP und reduziert die Möglichkeit, den echten Netzwerkpfad über UDP-Port-Prüfungen zu erkennen. Sie eignet sich für Umgebungen mit strengeren Netzwerkprüfungen.

2. Welcher Modus passt zu welchem Szenario?

AnforderungEmpfohlener ModusErläuterung
Maximaler Datenschutz, kein Audio/Video im Web nötigDeaktiviertVerhindert WebRTC-Leaks direkt an der Quelle
WebRTC-Funktionen werden benötigt + IP-SchutzProxy UDP (UDP deaktivieren)Erhält notwendige Funktionen und blockiert zugleich UDP-Prüfungen
Täglicher Multi-Account-Betrieb, keine IP-AbweichungenErsetzenProxy-IP und WebRTC-IP bleiben konsistent; guter Mix aus Natürlichkeit und Stabilität
Plattformen mit strenger Prüfung der QuelleWeiterleitenSTUN-Weiterleitung erzeugt einen natürlicheren Verbindungspfad

Im Allgemeinen reicht es in den meisten Fällen, zuerst den Modus Ersetzen zu wählen. Bei strengeren Verbindungsaudits oder einzelnen Websites mit Sprachfunktionen kann je nach Bedarf auf Weiterleiten oder UDP deaktivieren gewechselt werden.

3. Wo wird WebRTC eingestellt und wie lässt sich die Wirkung prüfen?

Konfigurationsort: Erstelle oder bearbeite im Fingerprint-Browser eine Browserumgebung, öffne den Bereich „Fingerprint-Einstellungen“ (Fingerprint-Parameter) und wähle dort den gewünschten WebRTC-Modus. Stelle zugleich sicher, dass für die Umgebung der Proxy korrekt eingerichtet ist, damit der Datenverkehr über den vorgesehenen Proxy-Server und nicht direkt ins öffentliche Internet läuft.

Prüfmethode: Öffne nach dem Speichern und Starten der Umgebung ein WebRTC-Leak-Testtool. Prüfe, ob die dort angezeigte IP mit der für die Umgebung eingerichteten Proxy-IP übereinstimmt und ob die echte lokale IP sichtbar wird. Stimmen die IPs überein und erscheint keine echte Adresse, ist die Konfiguration wirksam.

4. Häufige Fragen

Warum können Konten trotz Proxy noch miteinander verknüpft werden? Möglicherweise liegt ein WebRTC-Leak vor. WebRTC kann den Proxy umgehen und die echte physische IP des Geräts an die Website übermitteln. Mit dem passenden WebRTC-Modus im Fingerprint-Browser lässt sich diese Art von Leak blockieren.

Beeinflusst der Modus Deaktiviert das normale Surfen? Er kann Funktionen beeinträchtigen, die Audio/Video oder Sprache im Web benötigen. Wenn diese Funktionen nicht gebraucht werden, bietet Deaktiviert den stärksten Datenschutz. Andernfalls solltest du Ersetzen oder Weiterleiten verwenden.

Fazit

WebRTC ist ein häufiger Grund dafür, dass trotz Proxy die echte IP sichtbar werden kann. Die fünf Modi Ersetzen, Weiterleiten, Real, Deaktiviert und Proxy UDP bilden unterschiedliche Kompromisse zwischen Datenschutz und Funktionsfähigkeit: standardmäßig zuerst Ersetzen, bei strengen Prüfungen Weiterleiten, ohne Audio/Video WebRTC deaktivieren und bei Bedarf UDP abschalten. Anschließend mit einem Leak-Test prüfen, ob die angezeigte IP mit der Proxy-IP übereinstimmt.