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Was ist eine MAC-Adresse? Gibt sie beim Surfen wirklich private Daten preis und muss man sie verbergen?

Viele Menschen befürchten, dass eine MAC-Adresse ähnlich wie eine IP-Adresse die Privatsphäre preisgeben kann. Dieser Artikel erklärt, was eine MAC-Adresse ist, wie sie sich von einer IP-Adresse unterscheidet, ob Websites sie beim normalen Surfen auslesen können und welche Datenschutzrisiken tatsächlich wichtiger sind.

Wenn es um Privatsphäre im Internet geht, fragen sich viele, ob ihr Gerät "verfolgt" werden kann. Die MAC-Adresse ist dabei ein häufig genannter Begriff. Was genau ist sie, worin unterscheidet sie sich von einer IP-Adresse und kann sie beim normalen Surfen offengelegt werden? Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Punkte.

Was ist eine MAC-Adresse?

Eine MAC-Adresse, ausgeschrieben Media Access Control Address, ist eine eindeutige Kennung, die einer Netzwerkschnittstelle eines Geräts zugewiesen wird. Sie dient vor allem der Kommunikation innerhalb physischer Netzwerksegmente wie eines lokalen Netzwerks (LAN).

Vereinfacht kann man sie sich als "Ausweisnummer" eines Geräts in der Netzwerkwelt vorstellen. Jedes vernetzte Gerät – Laptop, Smartphone oder sogar der Router zu Hause – besitzt eine MAC-Adresse. Sie wird meist bereits vom Hersteller vergeben und besteht aus sechs Gruppen hexadezimaler Zeichen, zum Beispiel 00:1A:2B:3C:4D:5E. Die erste Hälfte weist in der Regel auf den Hersteller hin, die zweite Hälfte kennzeichnet das jeweilige Gerät.

Was ist der Unterschied zwischen MAC-Adresse und IP-Adresse?

Beide dienen dazu, Geräte in Netzwerken zu identifizieren, funktionieren aber sehr unterschiedlich. Mit einem Vergleich lässt sich der Unterschied leicht merken:

  • Die MAC-Adresse ist wie eine Ausweisnummer: Sie wird normalerweise bei der Herstellung festgelegt, ändert sich im Alltag kaum und dient dazu, ein Gerät im lokalen Netzwerk zu erkennen.
  • Die IP-Adresse ist wie eine Wohnadresse: Sie zeigt, wohin Daten geschickt werden sollen, und ändert sich je nach verbundenem Netzwerk – zu Hause nutzt du ein Wi-Fi, im Café ein anderes, und damit kann sich auch die IP ändern.

Die MAC-Adresse ist also eine relativ feste "Identität" des Geräts, während die IP-Adresse eher einen veränderlichen "Standort" im Netzwerk beschreibt. Beide lösen unterschiedliche Aufgaben.

Sichtbarkeit von MAC- und IP-Adressen im lokalen Netzwerk und im Internet

Können Websites beim normalen Surfen die MAC-Adresse auslesen?

In den meisten Fällen nicht. MAC-Adressen sind für die Nutzung innerhalb lokaler Netzwerke gedacht und werden nicht über das Internet bis zur Website weitergegeben. Wenn du eine Webseite öffnest, kann die Website die MAC-Adresse deines Geräts nicht direkt auslesen. Browser stellen solche lokalen Hardwareinformationen aus Sicherheits- und Datenschutzgründen nicht bereit.

Das bedeutet allerdings nicht, dass eine MAC-Adresse niemals sichtbar werden kann. In einigen Situationen sollte man aufmerksam sein:

  • Öffentliches Wi-Fi: Beim Verbinden mit einem öffentlichen Wi-Fi kann der Netzwerkadministrator die MAC-Adressen der verbundenen Geräte sehen; bei unzureichender Absicherung können sie unter Umständen auch mit Sniffing-Tools erfasst werden.
  • Sniffing im lokalen Netzwerk: Geräte im selben lokalen Netzwerk können MAC-Informationen in Netzwerkframes sehen, sodass böswilliges Mitschneiden diese Daten erfassen kann.
  • Physischer Zugriff: Wer auf ein nicht gesperrtes Gerät zugreifen kann, kann die MAC-Adresse direkt nachschlagen.
  • Malware: Ist ein Gerät kompromittiert, kann ein Angreifer möglicherweise Systeminformationen wie die MAC-Adresse auslesen.

Unterm Strich gilt: Beim alltäglichen Surfen ist die MAC-Adresse nicht der Datenschutzpunkt, über den du dir am meisten Sorgen machen musst. Wichtiger sind Informationen, die direkt auf Web-Ebene erfasst werden können.

Welche Datenschutzrisiken sind beim Surfen wirklich wichtig?

Im Vergleich zur MAC-Adresse werden beim Surfen häufiger folgende Informationen erfasst:

  • IP-Adresse: Websites und Werbeanbieter können damit deinen ungefähren Standort und Internetanbieter abschätzen; außerdem wird sie häufig für Verhaltensanalyse und Tracking verwendet.
  • Browser-Fingerprint: Browser-Version, Betriebssystem, Plugins, Bildschirmauflösung, Schriftarten, Sprache und weitere Merkmale können zusammen eine recht genaue Gerätekennung ergeben. Anders als bei einem Cookie kann eine Website dich damit unter Umständen auch im privaten Modus wiedererkennen.
  • Cookies und Drittanbieter-Tracking: Websites speichern damit Informationen über dein Surfverhalten; Drittanbieter-Cookies wurden zudem für websiteübergreifendes Tracking eingesetzt.
  • HTTP-Referrer-Header: Beim Wechsel von einer Webseite zur nächsten kann die zuvor besuchte Seite als Herkunftsinformation übertragen werden.
  • Werbe-IDs: Sie können genutzt werden, um Aktivitäten über Websites und Apps hinweg für zielgerichtete Werbung zu verfolgen.

In Kombination können diese Signale ein sehr detailliertes Profil des Online-Verhaltens ergeben – und allein das Löschen von Cookies verhindert das nicht unbedingt.

Wie verwaltet man Browser-Umgebungen für mehrere Konten?

Wenn du mehrere Social-Media-, Shop- oder Geschäftskonten gleichzeitig verwaltest, geht es in der Praxis meist weniger darum, die "MAC-Adresse zu verbergen", sondern darum, die Browser-Sitzungen verschiedener Konten sauber voneinander zu trennen. Wer auf demselben Gerät immer wieder verschiedene Konten nutzt, kann Browser-Fingerprint, Anmeldestatus, IP-Informationen und andere Signale in derselben Umgebung vermischen. Plattformen können solche Signale bei der Bewertung ungewöhnlicher Zusammenhänge zwischen Konten berücksichtigen.

Um diese Überschneidungen zu reduzieren, sollte jedes Konto in einer eigenen Browser-Umgebung mit stabilen Parametern laufen. PurpleMark ist für solche Arbeitsabläufe ausgelegt: Für unterschiedliche Konten lassen sich getrennte Browser-Umgebungen anlegen und Parameter wie User-Agent, Auflösung, Sprache, Zeitzone und Proxy separat konfigurieren. So erhält jedes Geschäftskonto einen besser abgegrenzten Arbeitsbereich. Kontogruppen und Mitgliederberechtigungen helfen zusätzlich, Zuständigkeiten bei Team- oder Multi-Shop-Betrieb klar zu organisieren.

Hinweis: Die Trennung von Browser-Umgebungen dient dazu, mehrere eigene und regelkonform geführte Konten strukturiert zu verwalten und deren Daten sauber getrennt zu halten. Sie ist nicht dafür gedacht, Plattformregeln zu umgehen oder missbräuchliche Massenaktionen durchzuführen. Halte dich bei der Verwaltung mehrerer Konten stets an die Richtlinien der jeweiligen Plattform.

Fazit

Eine MAC-Adresse ist gewissermaßen der "Ausweis" eines Geräts innerhalb eines lokalen Netzwerks. Beim normalen Aufruf von Websites über einen Browser kann die Website sie in der Regel nicht direkt auslesen, deshalb besteht kein Grund zur übermäßigen Sorge. Relevanter sind IP-Adresse, Browser-Fingerprint und Cookies, weil solche Informationen auf Web-Ebene erfasst werden können. Wenn du mehrere Konten verwaltest, ist eine saubere Trennung der Browser-Umgebungen meist sinnvoller, als sich auf einen einzelnen technischen Parameter zu konzentrieren.